Fontanapark


Der Fontanapark ist ein vielfältig genutzter Erholungsbereich, ein Stadtpark und Volksgarten im Herzen Churs. Er liegt an der Grabenstrasse unweit des Postplatzes, am westlichen Eingang zur Altstadt. Er befindet sich im Besitz der Graubündner Kantonalbank. Benannt ist der Park nach dem Bündner Freiheitshelden Benedikt Fontana, der 1499 in der Schlacht an der Calven fiel. Ihm ist im Park ein Bronzedenkmal (1903) von Richard Kissling gewidmet.


Der Fontanapark war ursprünglich Teil des Alten Gebäu, das von 1727 bis 1729 als Herrschaftshaus von Envoyé Peter von Salis-Soglio errichtet wurde. Es gehört zu den wertvollsten Herrschaftshäusern Graubündens. 1860 wurde der Platz vor dem Gebäu landschaftsarchitektonisch neu gestaltet, unter weitgehender Beibehaltung der ursprünglichen barocken Konzeption.


In seiner heutigen Form zeigt der Fontanapark wieder die Grenzen des Barockgartens vor 1860. Infolge der Neugestaltung durch den Landschaftsarchitekten Guido Hager wurde der in den letzten Jahrzehnten mehrmals umgestaltete Park 2006 in seine ursprüngliche Grösse (4.500 m²) und Proportion rückgeführt.


Neu interpretierte Rosen- und Kräuterbeete nehmen im vorderen Bereich die gärtnerische Ausstrahlung der ehemaligen, streng geometrisch angelegten Gärten des Stadtgrabens auf. Die alten Bäume, mitunter der rund , blieben erhalten und der innere barocke Garten wurde zu einer intimen, ruhigen Oase mit sonnigem Blumenparterre und einem Springbrunnen im Zentrum. Zur Strasse hin zeichnet eine Eibenlaube das Volumen der ehemaligen Orangerie nach.

Fontanapark Chur